Historisches

Von Herrmann Görings Trinkgelage zum Fitness-Park mit Wohlfühl-Ambiente 

Die wechselhafte Geschichte des Madison-Gebäudes

Das Gebäude an der jetzigen Lavesstraße wurde 1934 als Offizierskasino der Wehrmacht für die militärische Nutzung des Flugplatzes Hildesheim als Wiege der Luftwaffe des "Dritten Reiches" fertiggestellt. Aus der vormals zivilen "Deutschen Verkehrsfliegerschule Hildesheim" wurde der militärische "Fliegerhorst Hildesheim". Das Kasino wurde am 25. Mai 1935 eingeweiht.

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Aus den folgenden Jahren stammte eine später im Keller gefundene Karikatur, die den seinerzeitigen "Reichsluftfahrtminister" Herrmann Göring mit einem Bierfass unter dem Arm auf einem Flugzeug reitend abbildete. Die Überlieferung besagt, dass ihm bei einem Besuch im Hildesheimer Kasino das Bier nicht geschmackt habe, und er kurzerhand aus München ein Fass Bier einfliegen ließ.

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Nach Kriegsende und Kapitulation am 8. Mai 1945 übernahmen Offiziere königlich-britischer Regimente das Gebäude, wiederum als Kasino. Die Traditionspflege der britischen Siegermacht nahm den einstigen Kriegsgegner nicht aus: sie restaurierten sogar im großen Saal die Wappen der Provinzen des einstigen "Großdeutschen Reichs". Diese sind noch heute dort zu bewundern.

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Als Folge der Wiedervereinigung wurden die britischen Besatzungstruppen abgezogen. Das gesamte Kasernengelände wurde "Industriegebiet Nord". Nach Leerstand und beginnendem Verfall des mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks startete 1996 der Umbau des ehemaligen Kasinos zu einem Fitnesspark für gehobene Ansprüche mit einem ganz besonderen Flair.

Wenn Sie eine Gegenüberstellung der Blickwinkel im alten Gebäude von 1995 und heute interessiert, dann klicken Sie doch auf "einst und jetzt" am linken Rand!

 

 
 
 
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